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Open Air Kino im Zeughaus: The Square

 
Datum: 01.09.2018
 
Zeit: 20:15
 
Ort: Museum im Zeughaus

Christian ist Kurator eines Museums für zeitgenössische Kunst in Stockholm. Er ist geschieden, Vater von zwei Mädchen und lebt allein.

Nachdem er in einer Fußgängerzone Opfer eines Trickbetrugs wird, vermisst Christian sein Smartphone und seine Brieftasche. Später kann er das Handy in einem großen Wohnblock orten und entwickelt mit seinem Assistenten den Plan, in einem anonymen Drohbrief die Rückgabe zu fordern. Sie drucken Dutzende von Kopien des Briefes, und Christian wirft nachts je ein Exemplar in den Briefkasten jeder Wohnung. Tatsächlich erhält Christian so ein paar Tage später das Telefon und die völlig unberührte Brieftasche zurück.

Nach dem Erfolg seines Vorhabens geht Christian euphorisch auf eine Party, wo er die Journalistin Anne trifft, die ihn zuvor interviewt hatte. Er landet in ihrer Wohnung, wo er einen Schimpansen bemerkt, der ein Mitbewohner von Anne zu sein scheint. Obwohl Christian irritiert ist, schläft er mit ihr. Einige Tage später passt Anne ihn im Museum ab und sagt, dass der Abend für sie mehr gewesen sei als nur zwangloser Sex. Er weicht ihr aus, woraufhin sie ihn beschuldigt, seine Machtposition zum Sex mit Frauen auszunutzen. Er bestreitet dies und erklärt, dass sie selbst offensichtlich von Macht angezogen sei. Als Anne später versucht, ihn anzurufen, geht er nicht ans Telefon.

Ein kleiner Junge stellt Christian in dessen Treppenhaus zur Rede: Seine Eltern haben einen der Drohbriefe erhalten und glauben nun, dass er ein Dieb sei, weshalb sie ihm Hausarrest und ein Spielverbot erteilt haben. Der Junge fordert Christian auf, sich bei ihm und seiner Familie zu entschuldigen, sonst werde er Chaos in dessen Leben bringen. Christian versucht ihn wegzuschicken, wobei er handgreiflich wird und der Junge eine Treppe hinunterfällt. Er scheint daraufhin zu gehen, doch kurze Zeit später hört Christian in seiner Wohnung immer wieder Hilferufe des Jungen. Christian sucht halbherzig im Treppenhaus nach der Herkunft der Stimme, findet aber nichts. Die Rufe quälen ihn, woraufhin Christian verzweifelt den Müll im Innenhof nach einer Notiz durchsucht, die die Telefonnummer des Jungen enthält. Er findet sie schließlich und versucht erfolglos, den Jungen anzurufen. Ersatzweise nimmt Christian eine Videobotschaft auf, die als aufrichtige Entschuldigung beginnt, sich aber zu einem mäandernden Essay über Gesellschaft, Klasse und Politik entwickelt.

Einige Tage später fährt Christian zum Wohnblock und versucht, den Jungen und seine Familie zu finden. Er spricht mit einem Nachbarn, der behauptet, dass er einen Jungen kannte, auf den die Beschreibung passt, der aber mit seiner Familie ausgezogen sei.

Während dieser Ereignisse muss Christian sich nicht nur zeitweise um seine beiden Töchter kümmern, sondern auch eine neue Ausstellung bewerben. In deren Zentrum steht die Kunstinstallation The Square, ein weiß eingegrenztes Quadrat von vier mal vier Metern auf einem öffentlichen Platz. Christian zitiert mehrfach eine Beschreibung von The Square als einen „Zufluchtsort, an dem Vertrauen und Fürsorge herrschen. Hier haben alle die gleichen Rechte und Pflichten“.

Die vom Museum beauftragte Werbeagentur will in den sozialen Medien mit einem Werbeclip eine Kontroverse um die Ausstellung erzeugen, weil das Kunstwerk selbst zu positiv und fad sei. Beim entscheidenden Treffen mit der Agentur fehlt Christian allerdings wegen seiner privaten Schwierigkeiten und der Rest des Teams zeigt sich von dem Ansatz zwar überrascht und ungläubig, interveniert jedoch nicht. So wird später auf dem YouTube-Kanal des Museums ein Clip gezeigt, auf dem ein weißblondes Kleinkind in ärmlicher Kleidung mit einem Kätzchen auf dem Arm The Square betritt und dann bei einer Explosion getötet wird. Der Clip wird hunderttausendfach aufgerufen, löst in den Medien und der breiten Öffentlichkeit allerdings extrem feindselige Reaktionen aus. Das Museum sieht sich zu einer Pressekonferenz gezwungen, auf der Christian die Schuld für den Clip auf sich nimmt und seinen Rücktritt als Kurator erklärt. Mehrere Journalisten greifen ihn daraufhin an – manche, weil er mit einem geschmacklosen Clip auf billige Weise Kontroversen entfacht habe, während andere ihn wegen angeblicher Selbstzensur kritisieren, bzw. bezichtigen, feige das Recht auf Kunstfreiheit aufgegeben zu haben

Später liest Christian eine Boulevardzeitung, die dem umstrittenen Clip, den Reaktionen der Öffentlichkeit und auch der Ausstellung und dem Kunstwerk mehrere Seiten gewidmet hat.

Regie: Ruben Östlund
Länge: 142 Minuten
Einlass ab 19.15 Uhr

Informationen

 
 
Infos zur Veranstaltung
 
Datum: 01.09.2018
 
Ort: Museum im Zeughaus
 
Themen: Sommer
Ort
Museum im Zeughaus
Zeughausgasse 1
A 6020 Innsbruck
http://www.tiroler-landesmuseen.atT: +43 512 / 59 48 93 13
 
Kontakt & Informationen
Treibhaus
Angerzellgasse 8
A 6020 Innsbruck
F: +43 512 / 57 54 67http://www.treibhaus.atT: +43 512 / 57 20 00